Was alles zur Handlung gehört und systematisch abgehandelt wird
- Protagonisten
- Nebencharaktere
- Interaktionen / Zwischenmenschliches
- Das Genre (und damit einhergehende Grenzen)
- Detailliertere Story (Was geschieht wann und wo?)
- Die Recherche (Ort)
- Recherche über Charakter X (Berufs- & Privatleben)
- Wichtige Randnotizen (Storyplot, Charakterwechsel, zusätzliche Geschehnisse)
- Ordnung ist das halbe Leben
Interaktionen (Zwischenmenschliches)
Ein weiterer wichtiger Faktor in einer Geschichte, ist das zwischenmenschliche Verhältnis zwischen Hauptperson und Nebencharakteren. Im Artikel Nebencharaktere haben Sie gelernt, dass diese Randgruppe eine durchaus gewichtige Rolle in Ihrem Roman spielen kann. Warum das so ist, werden Sie nun in diesem Artikel erfahren. Hierzu ist ein kleiner Ausflug in die Psychologie unumgänglich.
Das Individuum an sich, also jeder Mensch auf dieser Welt, erhält direkt nach seiner Geburt grundlegende Verhaltens- und Denkmuster auf den späteren Weg, welche von zwei Erwachsenen Personen ausgehen (Vater und Mutter). Ungeachtet der eigenen Eindrücke, die durch riechen, schmecken & fühlen aufgenommen werden. Im Laufe des weiteren Lebens, welches mit zunehmendem Alter immer mehr visuelle und kommunikative Eindrücke enthält, wird das Individuum langsam aber stetig in die Gesellschaft (das direkte Umfeld) integriert. Zunächst als Kleinkind noch in der Obhut der Eltern und weiteren Verwandtschaft, knüpft es im Kindergarten erste zaghafte Kontakte zu anderen Kleinkindern und lernt zugleich, sich (allgemein) in eine Gruppe einzufügen. Als Jugendlicher sind es ebenfalls Gleichaltrige, die bereits einen gewissen Gruppenzwang ausüben (im schlimmsten Fall heimlich Rauchen, andere Drogen probieren – im günstigsten Fall, in einer zwanglosen Gruppe Freundschaften schließen, gemeinsam Geburtstag feiern, ect.). Dieses wird bis kurz vor dem Tod fortgeführt.
Der Mensch, um nun zum Kern dieser Thematik vorzudringen, ist nahezu ausnahmslos ein so genanntes Rudeltier, welcher sich selbst und sein Gegenüber im Laufe seines Lebens durch andere Personen identifiziert. Dies hat unter anderem mit den so genannten Spiegelneuronen in unserem Gehirn zu tun, welche uns im Normalfall Freude, Trauer, Neid, Hass, Liebe, etc. des Gegenüber mitfühlen lässt. Auch andere Verhaltensmuster, welche bspw. von einer Gruppe ausgehen, in die das Individuum integriert ist, können von diesem Individuum teilweise oder ganz übernommen werden. Dieses Verhalten erkennt man vor allem an unseren Artverwandten, den Affen. Ihr Instinkt-Verhalten, welches u.a. dazu dient, Gefahren abzuwehren, ist auch im Gehirn des Menschen tief verwurzelt.
Kurz gesagt: Alle Menschen in unserer direkten Nähe (Freunde, Verwandte, Bekannte) sind ein Teil von uns selbst, da man durch sie und mit ihnen die eigene Persönlichkeit geformt und ausgebildet hat – von Kindergärtnerinnen, Lehrern und späteren Chefs einmal abgesehen.
Demzufolge sollten diese Faktoren der zwischenmenschlichen Beziehung auch zwischen Protagonisten und Nebencharakteren gelten, sofern sie in der Geschichte (oder zumindest in den Hintergrundinformationen) längeren und damit näheren Kontakt zueinander pflegen.
Sollte dies nicht zutreffen, kann es je nach Charakterzügen des Protagonisten und der Nebencharaktere zu interessanten, psychologisch tiefgreifenden, Situationen kommen, welche aus dem Blickwinkel der genannten Aspekte zu spannenden Szenen führen kann. Näheres dazu ist später in der Kategorie Die Geschichte nachzulesen.





