Was alles zur Handlung gehört und systematisch abgehandelt wird

  • Protagonisten
  • Nebencharaktere
  • Interaktionen / Zwischenmenschliches
  • Das Genre (und damit einhergehende Grenzen)
  • Detailliertere Story (Was geschieht wann und wo?)
  • Die Recherche (Ort)
  • Recherche über Charakter X (Berufs- & Privatleben)
  • Wichtige Randnotizen (Storyplot, Charakterwechsel, zusätzliche Geschehnisse)
  • Ordnung ist das halbe Leben

Interaktionen (Zwischenmenschliches)

Ein weiterer wichtiger Faktor in einer Geschichte, ist das zwischenmenschliche Verhältnis zwischen Hauptperson und Nebencharakteren. Im Artikel Nebencharaktere haben Sie gelernt, dass diese Randgruppe eine durchaus gewichtige Rolle in Ihrem Roman spielen kann. Warum das so ist, werden Sie nun in diesem Artikel erfahren. Hierzu ist ein kleiner Ausflug in die Psychologie unumgänglich.

Das Individuum an sich, also jeder Mensch auf dieser Welt, erhält direkt nach seiner Geburt grundlegende Verhaltens- und Denkmuster auf den späteren Weg, welche von zwei Erwachsenen Personen ausgehen (Vater und Mutter). Ungeachtet der eigenen Eindrücke, die durch riechen, schmecken & fühlen aufgenommen werden. Im Laufe des weiteren Lebens, welches mit zunehmendem Alter immer mehr visuelle und kommunikative Eindrücke enthält, wird das Individuum langsam aber stetig in die Gesellschaft (das direkte Umfeld) integriert. Zunächst als Kleinkind noch in der Obhut der Eltern und weiteren Verwandtschaft, knüpft es im Kindergarten erste zaghafte Kontakte zu anderen Kleinkindern und lernt zugleich, sich (allgemein) in eine Gruppe einzufügen. Als Jugendlicher sind es ebenfalls Gleichaltrige, die bereits einen gewissen Gruppenzwang ausüben (im schlimmsten Fall heimlich Rauchen, andere Drogen probieren – im günstigsten Fall, in einer zwanglosen Gruppe Freundschaften schließen, gemeinsam Geburtstag feiern, ect.). Dieses wird bis kurz vor dem Tod fortgeführt.

Der Mensch, um nun zum Kern dieser Thematik vorzudringen, ist nahezu ausnahmslos ein so genanntes Rudeltier, welcher sich selbst und sein Gegenüber im Laufe seines Lebens durch andere Personen identifiziert. Dies hat unter anderem mit den so genannten Spiegelneuronen in unserem Gehirn zu tun, welche uns im Normalfall Freude, Trauer, Neid, Hass, Liebe, etc. des Gegenüber mitfühlen lässt. Auch andere Verhaltensmuster, welche bspw. von einer Gruppe ausgehen, in die das Individuum integriert ist, können von diesem Individuum teilweise oder ganz übernommen werden. Dieses Verhalten erkennt man vor allem an unseren Artverwandten, den Affen. Ihr Instinkt-Verhalten, welches u.a. dazu dient, Gefahren abzuwehren, ist auch im Gehirn des Menschen tief verwurzelt.

Kurz gesagt: Alle Menschen in unserer direkten Nähe (Freunde, Verwandte, Bekannte) sind ein Teil von uns selbst, da man durch sie und mit ihnen die eigene Persönlichkeit geformt und ausgebildet hat – von Kindergärtnerinnen, Lehrern und späteren Chefs einmal abgesehen.
Demzufolge sollten diese Faktoren der zwischenmenschlichen Beziehung auch zwischen Protagonisten und Nebencharakteren gelten, sofern sie in der Geschichte (oder zumindest in den Hintergrundinformationen) längeren und damit näheren Kontakt zueinander pflegen.

Sollte dies nicht zutreffen, kann es je nach Charakterzügen des Protagonisten und der Nebencharaktere zu interessanten, psychologisch tiefgreifenden, Situationen kommen, welche aus dem Blickwinkel der genannten Aspekte zu spannenden Szenen führen kann. Näheres dazu ist später in der Kategorie Die Geschichte nachzulesen.

Was alles zur Handlung gehört und systematisch abgehandelt wird

  • Protagonisten
  • Nebencharaktere
  • Interaktionen / Zwischenmenschliches
  • Das Genre (und damit einhergehende Grenzen)
  • Detailliertere Story (Was geschieht wann und wo?)
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  • Wichtige Randnotizen (Storyplot, Charakterwechsel, zusätzliche Geschehnisse)
  • Ordnung ist das halbe Leben

Nebencharaktere

Der möglichen Meinung manch eines Anfängers, der sich vielleicht denkt, dass Nebencharaktere “nur” Beiwerk sind, kann widersprochen werden. Obwohl nahezu überall zu lesen ist, dass sie eine zu unbedeutende Rolle spielen, kann man ihnen durchaus mehr Raum geben, um somit nicht nur die Spannung der Geschichte an sich zu steigern, sondern sogar den Hauptcharakter hervorzuheben. Wie das machbar ist, wird in der Kategorie “Der Charakter” näher beschrieben.

An dieser Stelle wird lediglich auf die Nebencharaktere in der Handlung eingegangen, die auch hier bereits eine gewichtige Rolle spielen können. Nehmen wir uns einmal das Genre Horror vor. Ein klassischer Fall, in dem es einen oder mehrere Protagonisten gibt, die auf zunächst harmlos erscheinende Nebencharaktere treffen, welche sich im Verlauf der Geschichte als blutrünstige Psychopathen entpuppen. Der in Stichpunkten erwähnte Horrorfilm, welcher hier als Beispiel dient, ist der Trash-Horrorstreifen “Das Haus der tausend Leichen”, in dem eine kleine Gruppe von zwei jungen Männern, in Begleitung einer Frau, in einem Kiosk rasten um zu tanken und in Erfahrung bringen, dass es in einem bestimmten Haus etwas interessantes für die Horrorfilm-Freaks zu entdecken gibt. Diese fahren dorthin und erleben den Horror pur!…

Die im Film gezeigten Nebencharaktere, deren Daseinsberechtigung deutlich hervorgehoben wird, sind Ursache einer blutigen Katastrophe, welche im Massenmord endet. Somit haben sie deutlich zum Verlauf der gesamten Geschichte beigetragen, auch wenn sie selbst scheinbar keinerlei eigene Geschichte und auch keinen Bezug zur Massaker-ähnlichen Ermordung der drei Leute besitzen. Sprich: Sie waren nicht beteiligt.

Daher ist mein Rat an dieser Stelle: Mag ein Nebencharakter auch noch so wenig Eigenexistenz besitzen (keinen Ursprung, kaum bis gar keine gesellschaftliche Integrität), so kann und wird er als Teil der ganzen Geschichte gehandelt. Was im Klartext bedeutet, wenn er nicht Teil der Handlung ist – nur mal eben so hinein interpretiert, ohne groß zu überlegen -, dann wirkt er weder echt, noch überzeugen. Es ist wie bei einem Puzzlespiel, bei dem ein bestimmtes Teil fehlt, ohne dieses das gesamte Puzzle nicht vollständig wäre.

Zwar muss man einem Nebencharakter nicht mehr Informationen zuweisen, als letzten Endes in der Geschichte vorkommt. Für das eigene Verständnis ihm gegenüber wäre es jedoch effektiver, wenn man ihn sich genauso gut vorstellen kann, wie den Helden der Geschichte selbst. Auch wenn dies Mehrarbeit bedeutet, ist es unabdingbar, will man von vorneherein mit einer gut durchdachten Szene überzeugen.

Man denke allein an Leonardo Da’ Vinci, der alleine für den Mund der Mona Lisa gut und gerne zwanzig (in Zahlen “20″) Frauen Modell stehen lies, bevor er davon überzeugt war, den perfekten Mund für sein Meisterwerk gefunden zu haben. Und auch wenn Sie nicht unendlich lange darüber sinnieren müssen, wie perfekt sich jeder Ihrer Charaktere in Ihre Geschichte integrieren lässt, so wird man Ihnen bei entsprechender Mühe sicherlich nicht vorwerfen können, Sie hätten Ihr Meisterwerk nicht gut durchdacht.

Was alles zur Handlung gehört und systematisch abgehandelt wird

  • Protagonisten
  • Nebencharaktere
  • Interaktionen / Zwischenmenschliches
  • Das Genre (und damit einhergehende Grenzen)
  • Detailliertere Story (Was geschieht wann und wo?)
  • Die Recherche (Ort)
  • Recherche über Charakter X (Berufs- & Privatleben)
  • Wichtige Randnotizen (Storyplot, Charakterwechsel, zusätzliche Geschehnisse)
  • Ordnung ist das halbe Leben

Protagonisten

Ohne Zweifel sind die Protagonisten (Hauptcharaktere) die wichtigsten Personen im gesamten Roman. Während des Verlaufs der Geschichte gibt es wenigstens einen bis (nahezu) unendlich viele Hauptcharaktere, dessen Weg entweder permanent, oder Szenenweise verfolgt wird. Bei der Wahl der Anzahl an Protagonisten ist besonders dem Anfänger als Herz zu legen, nicht zu viele Charaktere anzuhäufen. Da dies der nötigen Aufmerksamkeit, sowohl der eigenen als auch der des Lesers, schaden könnte und man schnell den Überblick verliert. Ein Hauptcharakter, maximal drei, sind für einen Anfänger mehr als genug.

Die Frage, welche in aller Regel beantwortet werden sollte, lautet: Wo befindet/befinden sich der/die Hauptcharakter/e? Welcher Platz wird ihm/ihnen zugedacht? Hier gibt es, je nach Genre und eigenem Ermessen passend, eine Vielzahl an Möglichkeiten: Als epischer Held, egozentrischer Antiheld, unauffällige graue Maus, welche nach einem einschneidenden Erlebnis zum Helden wird, unerschrockener Krieger, von Grund auf bösartiger Bösewicht, usw.

Die Rolle, in welcher sich der einzelne Hauptcharakter befindet, sollte möglichst regelkonform im Bezug zu den restlichen Hauptcharakteren stehen, sofern es mehr als einen Hauptcharakter gibt. Das heißt, es können alle Hauptcharaktere zwar böse sein, jedoch sollte dann ein Anführer erwählt werden, der um ein vielfaches böser ist, als alle anderen. Ebenso verhält es sich bei einem standesgemäßen Helden. Es kann durchaus eine Heldengruppe geben, allerdings müsste es auch hier eine Leitfigur geben, die durch besondere Fähigkeiten zum Anführer geboren wurde. Ebenso ist es, wie allgemein üblich, damit nötige Spannung aufgebaut werden kann, möglich, dass es einen Helden und einen oder mehrere Bösewichte gibt, die vom Helden des Romans gejagt werden können. Klassisches Beispiel: Thriller und Krimi. Somit ist eine Hierarchiestruktur innerhalb dieser Protagonisten-Gruppe nötig, die genau aufzeigt, wer welchen Rang besitzt.

Es ist wichtig, in der überarbeiteten Handlung den festen und unverrückbaren Platz jedes einzelnen Hauptcharakters zu kennen und entsprechend festzuhalten. Unverrückbare, mit feststehendem Platz deklarierte Hauptcharaktere, sind vor allem für Anfänger ein guter Einstieg, um sich nicht zu verausgaben. Wohingegen erfahrene Schreiberlinge, die bereits über ein gewisses Maß an Erfahrungen im strukturierten Umgang mit ihren Hauptcharakteren besitzen, durchaus in der Lage sind, einen so genannten Charakterwechsel innerhalb einer vordefinierten Zeitspanne zu vollziehen. Das bedeutet im folgenden, dass ein z.B. böser Charakter während oder nach einem feststehenden Ereignis die Gesinnung wechselt.

Ein Beispiel anhand des Realfilm-Remakes des Zeichentrick-Klassikers “Batman”, in dem Mr. Freeze (Arnold Schwarzenegger) als ein weiterer Hauptcharakter – neben Batman und Poison Yve (Uma Thurman) – fungiert.

Mr. Freeze wurde, aufgrund eines Unfalls während seiner Forschungen, zu einem sprichwörtlichen Eisklumpen. Da ihm seine Forschungsgelder gestrichen wurden, welche er benötigt um seinem Ziel näher zu kommen, nämlich seine totkranke Frau zu heilen, die er kryogenisch einfrieren lies, wurde er nach seiner Verwandlung zu einem verbitterten Bösewicht, der nun selbst die Kälte benötigt, um nicht zu sterben.
Während des Films will Poison Yve ihre kryogenisch eingefrorene Konkurrentin beiseite schaffen, um sich an Mr. Freeze heran machen zu können. Dies verhindert Batman durch sein beherztes Eingreifen, was Mr. Freeze in einem Beweisvideo von ihm zu sehen bekommt. Diese gute Tat und Batmans Versprechen, dass ihm gestattet werden wird, weiter an einem Heilmittel forschen zu können, nimmt Mr. Freeze zum Anlass, sich wieder einsperren zu lassen (entgegenkommendes Verhalten).

Wie anhand dieses Beispiels zu sehen ist, sollten diese Begebenheiten gesondert notiert, und auf andere vorhandene Hauptcharaktere hin in Einklang gebracht werden. Wobei es logischer Weise immer schwieriger wird, je mehr Hauptpersonen sich in Ihrem Roman tummeln. Und je nach Genre sind die Möglichkeiten nahezu unbegrenzt, was im Artikel Das Genre noch einmal gesondert behandelt werden wird.

Sehr geehrter Leser,…

Es mag Menschen geben, die behaupten, dass eine Handlung nicht mit der ihr zustehenden Sorgfalt bedacht werden müsse, da sie eine zweitrangige Rolle während der Entstehung eines Romans spielt. Dem kann ich aus gutem Grund widersprechen. Zwar ist es tatsächlich der Fall, dass die Handlung außer acht gelassen werden kann, allerdings nur in der Hinsicht, wenn man den Kontakt zu einem Verlag, respektive einem Lektor sucht. Mehr zu diesem Thema, im Artikel Exposè a.k.a. Synopse.

Für den privaten Gebrauch, ist die Handlung der erste und bisweilen auch einzige Bezug zum Roman, der sich in Ihrem Kopf befindet. Sie vereint in sich alle groben Vorabinformationen, von dessen Ausgangsmaterial aus Sie schließlich Ihre Welt kontinuierlich aufbauen und systematisch erweitern. Doch was sollte an Informationen in der Erstfassung Ihrer Handlung stehen?

Drei Fragen

In der Tat sollten Sie sich drei Fragen stellen, deren Beantwortung den Inhalt ihrer groben Handlungsskizze ausmacht:

  • Was wird geschehen?
  • Wo wird es geschehen?
  • Wer ist maßgeblich daran beteiligt / darin verwickelt?

Die Wichtigkeit der ersten Frage dürfte sich erübrigen. Ohne die entsprechende Antwort, gäbe es keinen packenden Anfang, bzw. keine fesselnde Story – sofern das Geschehnis bereits passiert ist -, um die es sich maßgeblich in der gesamten Geschichte drehen wird. Die Frage nach dem Ort des Geschehens ist hingegen fast nebensächlich, da der Fokus der Aufmerksamkeit zunächst auf dem gegenwärtigen Geschehen ruht. Sofern es sich nicht um unmittelbar wichtige Details handelt, die mit einem bestimmten Ort verknüpft sind, und somit unabdingbar damit verbunden ist. Beispielsweise, wenn sich die packende Story um einen Archäologen dreht, der verständlicherweise nicht in einer Großstadt wie Berlin Ausgrabungen vornehmen kann. Und damit hätten wir auch schon eine gute Überleitung zur dritten Frage gefunden: Wer ist der Protagonist, bzw. die Protagonisten, welche Position haben sie im Roman und in welchem Zusammenhang stehen sie im Bezug zur Story?

Ein (schlechtes) Beispiel:

Angela Merkel und ihr Haustier (Beate Baumann) gehen auf der Straße gassi. Vor der Bank bindet sie ihre Hündin an, spaziert in die Bank und gerät unvermittelt in einen Raubüberfall, der von Philipp Rösler geleitet wird. Kurzerhand wird sie von Rösler als Geisel durch halb Deutschland verschleppt. Aus anfänglicher Angst und gegenseitiger Hassliebe erwächst schließlich eine tief empfundene Beziehung. …

In dieser grob gehaltenen Handlung gibt es also zwei Hauptpersonen (Angela Merkel und Philipp Rösler). Einen grob umrissenen Ort und ein maßgebliches Geschehnis, welches in eine unbekannte Richtung weist. Um diese Informationen auszubauen, ihnen sozusagen mehr Tiefe zu verleihen, muss die grob gestaltete Handlung nun noch ausgebaut werden.

Mehr dazu im nächsten Artikel.

Aller Anfang ist schwer. Wenn eine Idee vorhanden ist, hat man schon einmal den ersten und wichtigsten Schritt getan. Doch wie sieht es aus, wenn einem nichts einfallen will? Wenn man bereit ist, die Muse jedoch gerade Pause hat und unauffindbar ist? Dann ist guter Rat teuer.

Für gewöhnlich kommen die besten Ideen in einem entspannten Umfeld. Das Badezimmer ist vermutlich der beliebteste, weil ruhigste Ort, um auf Ideen zu kommen. Vor allem, wenn man auf der Toilette sitzt und in aller Ruhe nach(sitzen)denken kann. Was für den einen geeignet ist, kann für den anderen keine effektive sprudelnde Ideenquelle darstellen. Von daher ist jedem individuell zu raten, seinen ganz eigenen Ort der Ruhe und Besinnlichkeit zu finden, bzw. zu nutzen. Allerdings sollte man sich nicht allein auf die Kraft des Ortes verlassen. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die besten Ideen eh immer durch einen Zufall kommen, folglich nicht kontrolliert oder gar erzwungen werden können.

Dabei ist es im Grunde nicht einmal so schwer, sich gute Ideen für Geschichten auszudenken. Sofern man genug Phantasie besitzt, geht es sogar recht schnell und einfach. Wer nicht warten will, kann sich auch einfach Inspiration holen, indem man ins Kino geht und sich den neuesten Film ansieht, oder Zuhause vom Fernseher inspirieren lässt. Vielleicht ist auch ein Bild während einer Kunstausstellung maßgeblich am Ideenfluss beteiligt, oder man hört seine geliebten Musikalben rauf und runter. Nützliche Quellen gibt es immer und überall.

Wer sich vornimmt bspw. einen Horrorroman zu schreiben, der braucht im Grunde nur drei wichtige Merkmale zu berücksichtigen und mit der eigenen Idee zu mischen:

  • 1. Es muss immer mindestens einen Idioten geben, der auf niemanden hört, alle Warnungen in den Wind schlägt und dem Killer / der Gefahr treudoof in die Arme springt und somit als erster draufgeht.
  • 2. Wer in einer gewichtigen Szene sagt: Ich komme gleich wieder muss kurz darauf abgemurkst werden! Alleine schon der pädagogisch wertvollen Lektion wegen. Und weil jedes Kind weiß, dass man das nicht sagen sollte, wenn man überleben will.
  • 3. Allgegenwärtig erscheinende Personen mittleren bis gehobenen Alters, die scheinbar wirres Zeug reden, jedoch unmissverständlich auf mystische Weise auf zukünftige Gefahren hinweisen, sollte/n der/die Hauptcharakter/e gelassen ignorieren, um später festzustellen, dass man besser auf den alten Kauz gehört hätte.

Wer dieses Patentrezept nutzt, kann davon ausgehen, dass kein Verlag das Manuskript so schnell ablehnen wird. ;-)

In diesem Sinne wünsche ich viele gute Einfälle!

Im nächsten Artikel wird auf die grobe Handlung eingegangen und es wird ausführlich erklärt, was bereits in einer grob vorformulierten Handlung vorhanden sein sollte, um nicht selbst ins Schleudern zu geraten.

Der erste Schritt in Richtung eines Romans ist es, zu wissen, auf welche Art man seine Gedanken zu Papier bringt. Sei es per Hand auf einem simplen Blatt Papier, einen Notizblock oder wie es die moderne Zeit erlaubt, in einen Computer. Bei letzterem gibt es eine vielzahl an möglichen Kandidaten. Von AbiWord, Celtx, Lotus Word Pro, über Office Word, Microsoft Works, bis hin zu komplexen Office Bundles, die alles abdecken was man braucht. Ich gehe an dieser Stelle einmal davon aus, dass das Textverarbeitungsprogramm kostenlos sein sollte, da man ja am Anfang steht und eventuell nicht über das nötige Kleingeld verfügt.

In diesem Fall bildet Open Office.org die perfekte Konstellation aus Freeware und notwendigem Know How. Das Programm ist einfach zu handhaben, leicht zu verstehen und bietet selbst einem Neuling, der noch nie eine Textverarbeitung benutzt hat (in der heutigen Zeit eher ungewöhnlich) einfaches und übersichtliches Handling. Darüber hinaus kann Open Office.org auf zahlreichen Betriebssystemen genutzt werden: Windows XP, Vista, Linux, Mac OS, etc.

Die zahlreichen Funktionen und Möglichkeiten der Textverarbeitung decken den gesamten Bedarf eines durchschnittlichen Schriftstellers ab, ob Anfänger oder Profi. Die Rechtschreibprüfung ist, je nach Version, auf dem neuesten Stand und kann daher bedenkenlos genutzt werden. Auch die Autokorrektur-Funktion ist einfach und sehr effektiv, da man bereits noch während des Schreibprozesses auf etwaige Fehler im Wort hingewiesen wird.

Darüber hinaus kann Open Office.org mit nur einem Klick den gesamten Text in das PDF-Format konvertieren, um ihn im Adobe Acrobat Reader (ab Version 9) uneingeschränkt und ohne Fehler, die während der Konvertierung nicht passieren kann, lesen zu können. Praktisch. Denn es gibt auch Verlage, die ganze Manuskripte im PDF-Format verlangen. Und auch hochwertige Präsentationen sind mit Open Office kein Problem, wie auf der Seite Kategorieübersicht im Präsentationsvideo zu sehen ist.

Sollten Sie dennoch Probleme haben, können Sie in der integrierten Hilfe nach Lösungsansätzen suchen, oder auf der offiziellen Homepage unter: openoffice.org den Support um Hilfe bitten.

Bevor man daran denken kann, eine Geschichte zu schreiben, steht ohne Zweifel zunächst die Handlung im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Eine Idee muss also her. Das hört sich leichter an, als es ist. Einfach mal eben eine Idee zu einer spannenden Geschichte ausdenken, ist der erste und zugleich auch einer der schwierigeren Schritte. Denn einfach mal so ist im Zweifelsfall einfach mal falsch. Da es im deutschen Kreativ-Raum mitlerweile sehr viele selbsternannte Kreative gibt, die ihr Mitteilungsbedürfnis an anderen auslassen wollen und denen der enge Familien- & Freundeskreis zu klein geworden ist, ist es ihrer Meinung nach, der nächste (unlogische) Schritt.

Zwar existieren im Web 2.0 nicht gerade wenige Portale, Foren und private Homepages, auf denen die kostenlose Veröffentlichung, einhergehend mit konstruktiver Kritik der hilfsbereiten Kollegen mehr als leicht gemacht wird. Jedoch existiert der Wunsch nach größerem Publikum und der verlockenden Aussicht auf Geld weiterhin in vielen Köpfen ahnungsloser Jung-Schriftsteller.
Viele, die diesen Schritt in die Öffentlichkeit wagen, haben Memmoiren, Lebensgeschichten und sonstiges aus ihrer Sicht beschriebene, zu Papier gebracht. Manche von ihnen verfassten es für die Verwandtschaft, den engen Freundes- und Bekanntenkreis. Ein gedrucktes Buch in Händen zu halten ist eben etwas ganz besonderes. Vor allem auch für eben jene Freizeit-Autoren, die dem Lebensgefährten ein ganz besonderes Geschenk machen wollen.

Dagegen ist nichts einzuwenden. Eher im Gegenteil, ist die Idee an sich löblich. Allerdings gibt es auch sehr viele, die glauben, dass ihr Talent ausreicht. In manchen Fällen haben diese Personen nicht einmal ein semi-professionelles Forum besucht, um sich dort weiterzubilden. Jene Gattung ist es am Ende auch, die keine Chance ungenutzt lässt, der Weltöffentlichkeit (dank des Internets ist dieser Ausdruck nicht weit hergeholt) zu zeigen, was besser noch unveröffentlicht geblieben wäre. Bedenkt man, dass jedes Jahr aufs neue zirka 90.000 Romane in Deutschland die Buchläden bevölkern, und die Zahl der Möchtegern-Autoren – dank der nahezu unbegrenzten Möglichkeiten der kommerziellen Verbreitung – stetig steigt, ist der Buchmarkt eindeutig übersättigt.

Und gerade auch aus diesem Grund, weil die Möglichkeiten, mal eben schnell etwas selbst zu veröffentlichen, die Verlage dazu treibt, aufgrund der immer höheren Ansprüche der Leser immer neue Bestseller-Autoren zu suchen und sich zwangsweise durch gigantische Haufen Textmüll wühlen müssen, wird die Wegwerf-Gesellschaft von Heute immer größer. Kleine und Kleinstverlage trifft es dabei am schwersten. Denn sie haben sich – lobenswerter Weise – auf die Fahnen geschrieben, unbekannten Autoren eine Möglichkeit zu bieten, ihre Werke möglichst viral zu gestalten und entsprechend zu vermarkten. Hierbei sind vor allem die Vergütungsmöglichkeiten verständlicherweise eher mäßig und müssen stets mit den horrenden prozentualen Beteiligungen von bis zu 70 Prozent, seitens der Selbstverlage, mithalten, die sich der so genannte Idependent-Autor in die eigenen Taschen stecken kann.

Dank moderner Selbstverlage und immer neuen Möglichkeiten, sein Werk möglichst preisgünstig verlegen zu lassen, ist dem Amateur-Autoren praktisch keine Grenze gesetzt. Was sich unter Umständen aber auch stark negativ auf die Qualität des Geschriebenen und dem Ruf der Selbstverlage (BoD, LuLu, etc.) ausübt. Folglich sollte man bereits lange vor dem ersten geschriebenen Wort genau wissen, was man da tut und vor allem welche Aussage damit verbunden ist. Sprich: Was man dem Leser mitteilen will.

Es fängt bereits bei der Wahl des Genres an. Ob es nun Krimi, Fantasy, Thriller, Komödie, Drama, Horror, Science Fiction, Geschichten aus dem Leben, etc. ist, zeigt sich in der Überlegung, wo und wie die Handlung gesponnen wird. Vor allem bei Phantastik (Fantasy) gibt es mehrere Unterkategorien. Die bekanntesten werden nun im einzelnen erleutert.

  • High Fantasy

Dieses Subgenre bedient sich der klassischen Art der Phantastik, welche immer stets nach demselben Muster aufgebaut ist. Hierbei kämpft das Gute immer gegen das ultimative Böse, welches in jedweder Form und Größe auftreten kann. Ein eindeutiges Merkmal ist hierbei, dass der Held / die Heldengruppe bestimmte Aufgaben zu lösen hat, bevor sie sich dem Bösen stellen und es in einem epischen Kampf niederstrecken können. Vorreiter dieses Subgenres ist J.R.R. Tolkien mit seinem epischen Werk Der Herr der Ringe.

  • Low Fantasy

Low Fantasy, oder auch Heroische Fantasy (Schwert & Magie) spielt in einer, der Vorzeit ähnlichen Welt. Der Held, meist unerschrocken und kriegerisch veranlagt, muss sich natürlichen und übernatürlichen Problemen stellen, die ihm das Leben auf seinem Weg zum Ziel schwer machen. Ein gutes Beispiel ist hier Conan der Barbar, von Robert E. Howard.

  • Urban Fantasy

Diese Art der Fantasy spielt im Hier und Jetzt der realen Welt. Ein ganz klarer Realitätsbezug, vermischt mit phantastischen Elementen, zeichnet dieses Subgenre aus. Meist ein Tor in eine fremde Welt, verbindet hierbei die Realität mit der fiktiven Fantasy-Landschaft, durch die der Held treten muss, meistens in Begleitung eines Führers aus der fremden Welt. Beispiele der Literatur: American Gods & Niemalsland von Neil Gaimen und Harry Potter von J.K. Rowling.

  • Science Fantasy

Wie es der Name bereits vermuten lässt, ist dieses Subgenre eine Mischung aus Science Fiction-Elementen und Fantasy. Es kann in einer Fantasy-Welt spielen, in der es darum geht, auf einen fremden Planeten überzusiedeln, um dort bestehende Abenteuer zu bewältigen – bestes Beispiel hierbei Die Stahlratte singt den Blues, von Harry Harrison -, oder auf einem fiktiven Planeten spielen, der mit phantastischen Elementen bestückt ist – bspw. Telepathie.

  • Dark Fantasy

Hierbei handelt es sich um eine Mischung aus Horror und Fantasy. Mit teilweisem Bezug zur Realität, in Verbindung mit dunklen Geschehnissen, wie dem Satanismus oder ähnlichem. Aber auch eine Fantasywelt, in der mystische und Gruselelemente vorkommen. Bevorzugterweise gespikt mit Erotik und großer Leidenschaft. Bekanntes Werk, welches diesem Genre angehört: Der dunkle Turm, von Stephen King.

Selbstverständlich war dies noch nicht alles, jedoch möge man mir verzeihen, dass ich an dieser Stelle nicht auf alle Genres und deren (teils skurilen) Mischungen untereinander nicht eingehen kann. Es würde den Rahmen dieses Artikels sprengen. Daher werde ich Beizeiten explizit auf das eine oder andere Genre speziell eingehen, um Vorangehensweisen zu erläutern, Tipps und Tricks aufzuzeigen und Hilfestellung bei etwaigen Schwierigkeiten geben.